Schuljahr 2010/2011
foebbs1 Im folgenden Bericht möchten wir von unseren Tätigkeiten erzählen. In dieser Arbeitsgemeinschaft behandelten wir trigonometrische Zusammenhänge nicht nur aus der Mathematik sondern auch aus dem Berufsleben. Nachdem wir die Grundbegriffe der Trigonometrie in kürzester Zeit abgeschlossen hatten, lernten wir die trigonometrischen Funktionen und ihren Anwendungsbereich kennen. Mit extra für uns gefertigten Holzlatten lernten wir Sinus, Kosinus und Tangens im praktischen Bereich kennen. Der Bezug zum Curriculum (Bildungsplan) unseres normalen Mathematikunterrichts war nur insofern gegeben, als wir besonders ausgewiesene Seiten im Mathematikbuch unter den Rubriken Schaufenster, Staunenswertes und Gedankenexperimente intensiv behandelten.

Im täglichen Mathematikunterricht war dafür keine Zeit. So konnten wir beispielsweise die Flächeninhaltsformel für stumpfwinklige Dreiecke herleiten, Grundstücksvermessungen wie die Profis durchführen und so den Alltagsbezug methodisch kennen lernen.

Interessant wurde es erst nachdem wir den Sinus- und den Kosinussatz einsetzen konnten. Hier eröffnete uns die Möglichkeit Aufgaben im Bezug auf die Lösungsstrategie wesentlich schneller zu lösen.

(Nachteil war nur, dass manche von uns in der Mathematik Abschlussprüfung den Kosinussatz zu oft verwenden wollten.)

Aber das besondere Highlight unserer Arbeitsgemeinschaft war der Besuch beim Vermessungsamt in Waldshut. Jetzt konnten wir endlich die erarbeiteten Formeln in die Praxis umsetzen. Mit dem Taschenrechner am Theodoliten und der Formel im Kopf konnten wir die Aufgabenstellungen der Auszubildenden zufriedenstellend lösen. Der Lernzirkel den man für uns vorbereitet hatte, setzte sich aus folgenden Aufgabentypen zusammen:

1. Berechnungen eines Flurstückes

2. Berechnungen des Volumens einer Garage

3. Berechnungen einer Turmhöhe

Station I:


In der ersten Station sah die Aufgabenstellung folgendermaßen aus: Wir mussten den Flächeninhalt eines auf einer Wiese abgestecktem Grundstücks berechnen. Der Schüler am Theodoliten visierte zunächst den von einem anderen Schüler gehaltenen Spiegel an und las die Maße ab. Die Sinusflächeninhaltsformel half uns dann bei der Bestimmung des Flächeninhaltes des Flurstücks.
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Station II:


An der Station 2 hieß es "Volumenberechnung einer Garage". Zuerst bekamen wir eine Information über die Winkelsumme im Kreis und waren erstaunt, dass diese von 360° auf 400 Gon gestiegen war. Zu Beginn peilten wir die Ecken der Garage an, bestimmten die erforderlichen Winkel und legten die Abstände vom Theodoliten zu den Garagenecken mit Hilfe eines Bandmaßes fest. Auch hier konnten wir die ermittelten Zahlen direkt in die Formel einsetzen, denn die Garagenseiten wurden mit dem Kosinussatz berechnet.

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Station III:

Die Turmhöhenbestimmung an Station 3 führte uns noch einmal vor wie wichtig der Tangens bei gesuchten Höhen ist. Beziehungen zwischen bestimmten Winkeln waren hier von besonderer Bedeutung.

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Ausgesprochen gut fanden wir, dass wir einen schnelleren Bezug zu Aufgabenstellungen bekamen und man uns den Umgang mit teuren Geräten des Vermessungsamtes zutraute. Das Niveau der Aufgabenstellungen war aus unserer Sicht hoch und daher können wir abschließend sagen, dass die Exkursion ein voller Erfolg war.

 

 

 

 

Erfahrungsbericht der Arbeitsgemeinschaft
"Förderung besonders befähigter Schüler/Innen in Mathematik"
an der RSJ Jestetten im Schuljahr 2010/2011

 

 

I. Curriculum unserer Schule

  • Experimentierphase mit Werkstückserstellung aus Holz zum Einstieg in einfache Vermessungstechniken
  • Erarbeitung trigonometrischer Zusammenhänge durch räumlichen Einstieg in selbsterstellte Modelle (Handwerkliche Unterstützung durch den Hausmeister der Realschule)
  • Erarbeitung von Formeln zur Flächenberechnung, sowie Sinussatz und Kosinussatz und deren Anwendung
  • Komplexe Aufgaben mit Formvariablen auf gehobenem Niveau
  • Anwendung trigonometrischer Funktionen beim Vermessen im Alltag
  • Kennen lernen von Berufsfeldern ( Geomatiker/in, Vermessungstechniker/in)
  • Modellieren von Geodaten und Aufbereiten in unterschiedliche Formate für verschiedene Medien
  • Umgang mit Theodoliten und damit verbunden das Erfassen und Bearbeiten von Geodaten

 

II. Motivation

Die Teilnahme an der Arbeitsgemeinschaft bedeutete aus Sicht der Schüler nicht nur die Zunahme mathematischer Fähigkeiten, sondern in erster Linie die Möglichkeit, sich eigenes Talent für die Mathematik unter Gleichgesinnten zu beweisen, ohne als „Streber“ dazustehen.

Erlernte Inhalte zusammen mit Auszubildenden des Vermessungsamtes Waldshut/Tiengen anzuwenden war ein besonderer Ansporn.

 

III. Arbeit

Nach der zum Teil mühsamen Erarbeitung trigonometrischer Formeln stellte sich bald eine Phase der wirklich spürbaren Arbeitserleichterung beim Lösen von Aufgaben aus verschiedenen Berufsfeldern ein. Der Unterschied zum alltäglichen Mathematikunterricht und seiner Vorgehensweise wurde deutlich. Es blieb immer Zeit für die Diskussion verschiedener Lösungsansätze, für die Fragestellung „Wofür braucht man das?“ und für ein gewisses Training von Präsentation der eigenen Lösungsvorschläge.

Auch eigenständige Veränderungen von Aufgabenbeispielen mithilfe der Formvariablen wurden möglich und brachten erstaunliche Einblicke in einfache Strukturen der Trigonometrie.

Die Möglichkeit, aus dem Schulalltag auszusteigen und die damit verbundene Integration in Arbeitsgruppen von Auszubildenden beim Vermessungsamt Waldshut/Tiengen war eindeutig das Highlight der AG.

 

IV. Fazit

Abschließend kann bestätigt werden, dass durch zum Teil aufwändige Einstiegsexperimente und Bastelarbeiten sowie Exkursionen in die Arbeitswelt ein neuer Zugang zur Mathematik erlebt wurde. Mathematik zum Anfassen machte Spaß und eine Fortsetzung der Arbeitsgemeinschaft ist erwünscht.

Im Bereich der Trigonometrie stellt sich für die Schüler automatisch eine Steigerung der Kenntnis von Lösungsstrategien ein, so dass natürlich auch im alltäglichen Mathematikunterricht ein Vorsprung gegenüber anderen Schülern, die nicht die AG FöbbS besuchen, festzustellen ist.

 

 

Elke Müller (AG-Leitung)

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